
Laut einem Bericht der New York Times prüfen aktuell einige Investoren und ihre Anwälte Voraussetzungen für eine mögliche Sammelklage gegen CD Projekt. Sie werfen dem polnischen Unternehmen Falschdarstellung bei der Vermarktung von Cyberpunk 2077 vor, womit finanzielle Vorteile erzielt werden sollten. Das wäre laut Artikel 286 des polnischen Strafgesetzbuches ein Straftatbestand des Betruges.
Die Kanzleien stützen sich dabei sowohl auf den technischen Zustand des Spiels auf den Last-Gen-Konsolen zum offiziellen Veröffentlichungszeitpunkt als auch auf Aussagen des Vorstandes von CD Projekt zu Anfang des Jahres (Investorenkonferenz), die offenbar nicht der Realität entsprachen. Daraus ließe sich die Vermutung einer kriminellen Absicht ableiten, Anleger und Spieler getäuscht und weitere Investitionen in die Entwicklung des Spiels erwirkt zu haben, obwohl man vermutlich bereits wusste, dass das Produkt nie in dem Zustand war, wie nach außen hin kommuniziert wurde.
Sollte es tatsächlich zu einer Klage kommen, wäre das ein weiteres Desaster inmitten der größten Katastrophe der Firmengeschichte. Ein Unternehmen, das sich durch die Entwicklung der The Witcher-Reihe, durch besondere Hingabe an alte Spiele mit GOG.com, durch klare Statements gegen DRM und eine bislang sehr kundenfreundliche und userorientierte Firmen- und Verkaufspolitik einen hervorragenden Ruf erarbeitet hat.
CD Projekt: Launch-Fiasko hat schlimme finanzielle Folgen
CD Projekt hat mit dem Konsolen-Release von Cyberpunk 2077 am 10.12.2020 nicht nur ein Spiel veröffentlicht, das so nie hätte auf den Markt kommen dürfen und womöglich auch nie den versprochenen Zustand erreichen wird, auch hat das Launch-Debakel eine beinahe Halbierung des Aktienkurses bewirkt, wodurch ein Verlust von über einer Milliarde US-Dollar für die Firmengründer und Anteilseigner entstanden ist.
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