
Wendie Renard kommt gegen Torschützin Janice Cayman zu spät
Foto:OLI SCARFF / AFP
Frankreich ist als dritte Mannschaft nach England und Deutschland vorzeitig ins Viertelfinale der Fußball-EM 2022 eingezogen. Das Team von Trainerin Corinne Diacre gewann das zweite Spiel der Gruppe D gegen Belgien 2:1 (2:1) und ist mit sechs Punkten nicht mehr vom ersten Tabellenplatz zu verdrängen. Die Tore für Les Bleus erzielten Kadidiatou Diani (6. Minute) und Griedge Mbock (41.), Janice Cayman hatte für Belgien ausgeglichen (36.).
Nach dem 5:1-Sieg gegen Italien galten die Französinnen auch in Rotherham als klar favorisiert, doch die belgische Defensive machte die Räume eng und wehrte sich erfolgreich gegen die vielen Angriffe, die meist über außen vorgetragen wurden. Das ging zu Lasten der eigenen Offensive, Belgien schoss in den 90 Minuten nur einmal auf das von Pauline Peyraud-Magnin gehütete Tor.
Dieser eine Torschuss hatte es aber in sich, nach einem tollen Pass von Tessa Wullaert war Cayman schneller als Topstar Renard und schob den Ball an Peyraud-Magnin vorbei ins Tor. Zu diesem Zeitpunkt war Frankreichs beste Stürmerin Marie-Antoinette Katoto bereits ausgewechselt, die 23-Jährige von Paris Saint-Germain hatte sich ohne Gegnerinneneinwirkung verletzt und droht im weiteren Turnierverlauf auszufallen.
Frankreich war über die gesamte Spielzeit überlegen, ohne an das Spektakel aus dem Italien-Spiel anzuknüpfen. Diani traf per Kopf nach einer Flanke von Außenverteidigerin Sakina Karchaoui, der zweite Treffer durch Mbock fiel im Anschluss an einen Eckball, erneut konnte die Französin ihren Größenvorteil nutzen. In der Schlussphase sah die Belgierin Amber Tysiak nach einem Handspiel im Strafraum Gelb-Rot. Den fälligen Elfmeter verschoss Renard (90.).
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