
Torschütze Marcel Halstenberg wird von Emil Forsberg gefeiert
Foto: IMAGO/opokupixRB Leipzig hat sich im Kampf um die Champions-League-Plätze keine Blöße gegeben. Vor heimischem Publikum gewann das punktbeste Bundesliga-Team des Kalenderjahres souverän 3:0 (3:0) gegen die TSG Hoffenheim, die das dritte Spiel in Folge verlor. Der erneut überragende Christopher Nkunku brachte die Leipziger nach einer Freistoßvariante in Führung (5. Minute).
DFB-Verteidiger Marcel Halstenberg legte bei seinem Startelf-Comeback nach: Erstmals seit 323 Tagen stand der von verschiedenen Verletzungen geplagte 30-Jährige wieder in der Anfangsformation, er traf per Flachschuss (20.). Dominik Szoboszlai vollendete einen schönen Spielzug zum Endstand (44.).
Vor dem 1:0 für RBL war Emil Forsberg halbrechts vor dem Strafraum am Trikot gehalten worden. Szoboszlai schnappte sich den Ball – statt es aber direkt oder per hohem Ball in die Menge zu probieren, suchte der Ungar gezielt den formstarken Nkunku. Der nahm den Ball im Strafraum an, schlug einen Haken und platzierte einen Flachschuss perfekt in die untere Torecke (5.). Bis der Treffer zählte, vergingen noch zwei Minuten der Video-Überprüfung, dann durfte Leipzig jubeln.
Noch emotionaler war Halstenbergs Treffer: Der Angeliño-Vertreter auf der linken Seite profitierte davon, dass ein Ball von Konrad Laimer über Verteidiger Havard Nordtveit in seinen Laufweg flipperte, und traf hart und flach ins lange Eck (20.). Seit Ende Mai hatte Halstenberg verletzt gefehlt, Knöchelprobleme und eine Knie-Operation hatten dem Verteidiger, der in dieser Phase auch den Tod der Eltern verkraften musste, gesundheitlich zu schaffen gemacht.
Hoffenheim kann Gelbsperren nicht kompensieren
Von der TSG kam offensiv zu wenig. Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß schaffte es nicht, die gelbgesperrten Kevin Vogt, David Raum und Kevin Akpoguma gleichwertig zu ersetzen, dazu fehlte Aufbauspieler Florian Grillitsch mit einer Muskelverletzung. So blieb die beste Nachricht für die TSG, die mit 44 Punkten nur noch aufgrund der besseren Tordifferenz auf Platz sechs vor Union Berlin steht, dass Leipzig nach Szoboszlais Treffer (44.) nicht noch auf ein viertes Tor drückte.
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